VORSCHAU
4. RecyclingDesignpreis
16. Oktober bis 7. November 2010
Eröffnung: 15. Oktober 2010, 19.00 Uhr

Seit 2007 wird der RecyclingDesignpreis vom Arbeitskreis Recycling e.V. ausgelobt. Es ist bundesweit der einzige Designwettbewerb, der sich explizit mit Ressourcenschonung und CO2-Reduzierung im Design auseinandersetzt. Zum vierten Mal in Folge wurden (Nachwuchs-)DesignerInnen aufgefordert, durch Verwendung und Gebrauch von Rest und Altmaterialien den „verborgenen Sinn weggeworfener Dinge“ zu entdecken und nutzbar zu machen. Außerdem sollen ihre Entwürfe im Rahmen der Beschäftigungsförderung oder von Handwerksbetrieben in kleiner oder größerer Serie produziert werden können. Das Spektrum der zu prämierenden Einreichungen reicht von Gegenständen für den Alltagsgebrauch über Möbel und Textilien bis hin zu Accessoires.
Diesjährige Jury
Torsten Blume, Stiftung Bauhaus Dessau / Lievenes Daenens, Direktor Design Museum Gent / Jan Hoet, Kurator, Gent / Udo Holtkamp, RecyclingBörse! Herford / Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor Marta Herford / Oliver Schübbe, OS2 Designgroup / Constanze Unger, Leiterin Akademie Gestaltung Münster / Imke Volkers, Museum der Dinge, Berlin / Prof. Verena Wriedt, Dekanin Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmold / Prof. Hermann Weizenegger, Fachhochschule Potsdam.
Das Marta ist die erste Station der Wanderausstellung, die anschließend an weiteren Orten wie zum Beispiel in den stilwerk Designcentern zu sehen sein wird.
Eintritt frei
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MARTA SMS_05
Der Heidelberger Kunstverein zu Gast im Marta
9. bis 23. November 2010
Eröffnung: 9. November um 19.30 Uhr
Marta SMS ist das Forum für junge und experimentelle Kunst im Marta. Jeweils während der Zeit des Umbaus zwischen zwei Ausstellungsblöcken wird ein Kunstverein eingeladen, eine Künstlerin oder einen Künstler mit einem Werk in der Lobby vorzustellen. Am Eröffnungsabend laden alle Beteiligten zum Gespräch und persönlichen Kennenlernen in ungezwungener Atmosphäre. Ohne Eintritt, ohne Reden aber mit dem Kunstwerk und interessanten Leuten im Mittelpunkt, lässt sich ein direkter Einblick in die Arbeit junger Künstlerinnen und Künstler sowie engagierter Kunstvereine gewinnen.
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SPAGAT!
Istanbul Design / Tasarim Istanbul’u
27. November 2010 bis 30. Januar 2011
Eröffnung: 23. November 2010, 19.30 Uhr

Nach „Nullpunkt. Nieuwe German Gestaltung“ unternimmt der belgische Kurator und Designexperte Max Borka eine weitere außergewöhnliche Befragung des aktuellen Designs mit einer neuen geografischen Perspektive. Im Mittelpunkt steht diesmal Istanbul, Europas größte, lebendigste und gegensätzlichste Metropole. Das Marta nimmt die Besucher mit auf eine Reise und gibt erstmals einen Überblick über eine ebenso aufregende wie hier noch unbekannte Designszene. Um die Rolle Istanbuls als ein sich selbst organisierendes Zukunftslabor erfahrbar zu machen, zeigt sich die Ausstellung auch als Panorama, Experimentierraum und Forum. Max Borka, der mit seiner Assistentin Anna Pannekoek bereits einige Monate in Istanbul recherchiert hat, wird auch die Ausstellung ‚bewohnen‘ und dort Gäste aus Design, Kunst, Film, Mode und Literatur begrüßen. Neue Fragen zur Gestaltung von Lebensumfeldern in einer globalisierten Zeit werden provoziert, die weit über das klassische Produktdesign hinausgehen.
Teilnehmende Designer und Künstler u.a.
Erdem Akan, Husseyin Alptekin, Autoban, Alper Böler, Aykut Erol, Marin Kasimir, Defne Koz, Aziz Sariyer, Adnan Serbest, Can Yalman u.v.a.
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Wir sind Orient
Zeitgenössische Arabesken
27. November 2010 bis 30. Januar 2011
Eröffnung: 23. November 2010, 19.30 Uhr
Das Verhältnis westlicher Gesellschaften zum Nahen Osten ist heute vielfach geprägt durch eine ängstliche Distanz gegenüber der fremden Welt. Aber auch romantisierende Vorstellungen mit einer Vorliebe für das Exotische sind noch lebendig. Ein genauerer Blick jenseits dieser klischeeverhafteten Vorstellungen offenbart dagegen eine jahrhundertealte Beziehung zwischen westlichen und östlichen Bildkulturen. War die Ablehnung des dekorativen Ornaments, wie sie etwa vom Bauhaus proklamiert wurde, einerseits ein wesentlicher Anstoß für die Entwicklung der modernen abstrakten Kunst, so ist das Ornament zugleich eine der ältesten Formen nicht-figürlicher Darstellungen. Über die gemeinsame Verankerung in der Antike hinaus macht sich der Einfluss der arabischen und islamischen Welt auf die westliche Welt bis heute geltend, ohne dass dies immer bewusst wäre.
Die Ausstellung „Wir sind Orient“ versammelt zeitgenössische westeuropäische Künstlerinnen und Künstler, in deren Werk das Ornament eine zentrale Rolle spielt. Die unterschiedlichen Formen und Umgangsweisen damit eröffnen die vielfältigen Möglichkeiten ebenso wie die Widersprüche dieses Motivs: zwischen streng geordnetem System und poetisch befreiter Linie, zwischen sperrigem Raster und transparentem Gewebe, zwischen dekorativer Oberfläche und symbolisch verdichtetem Raum entwickeln die Künstler der Ausstellung eine neue Perspektive auf das Ornament, das die Frage nach typisch europäisch und typisch „orientalisch“ obsolet macht.

